Veröffentlicht: 18. August 2011 in Hostserver.

Die European Summer School on Internet Governance (EuroSSIG)

Ende Juli 2011 fand die EuroSSIG zum fünften Mal in Meißen statt. 30 Teilnehmer aus 20 Ländern, aus den Bereichen Forschung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Regierung diskutierten sechs Tage lang mit internationalen Experten führender Universitäten und Managern der Internet Community über politische, rechtliche, soziokulturelle und technische Dimensionen von Internet Governance.

Internet Governance „ist die Entwicklung und Anwendung durch Regierungen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft, in ihren jeweiligen Rollen, von gemeinsamen Prinzipien, Normen, Regeln, Vorgehensweisen zur Entscheidungsfindung und Programmen, die die Weiterentwicklung und die Nutzung des Internets beeinflussen.“ (Bericht der Arbeitsgruppe zur Internet Governance, Juli 2005)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Governance

Unsere Domainexpertin Frau Richter war dabei.

Blog: Wie bist du auf die Summer School aufmerksam geworden und mit welchen Erwartungen bist du dort hin gefahren?

Marcus Schäfer (Geschäftsführer) hat bereits 2007 an der Summer School teilgenommen und war von der Qualität des Programms begeistert.

Ich wollte schon seit längerem ebenfalls daran teilnehmen, vor allem um mehr Verständnis für die Themen Recht und Regulierung des Internet im internationalen Zusammenhang unter Einbeziehung aller Interessengruppen zu bekommen.

Blog: Wie hast du die Veranstaltung erlebt? Was waren für dich die Highlights?

Eine sehr interessante, sehr intensive und komplexe Veranstaltung, voller Informationen und interessanter Gesprächspartner. Es war unglaublich bereichernd, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu erfahren, wie z.B. die Situation des Internet in anderen Ländern aussieht.

Und dann die spannende Annäherung an den Begriff „Governance“, der nicht ins Deutsche oder auch in andere Sprachen direkt zu übersetzen ist. Es geht wirklich in erster Linie darum, miteinander zu reden, über alle Unterschiede hinweg, und gemeinsam im Rahmen des sog. Multi-Stakeholder-Ansatzes, den auch die ICANN pflegt, einen Konsens zu finden.

Besonders beeindruckt haben mich auch die Lektoren. Alles Persönlichkeiten der 2. Internet-Generation, da trifft man hautnah auf Internet Geschichte und bekommt Informationen aus erster Hand.

Blog: Wem kannst du die Teilnahme an der Summer School empfehlen?

Meiner Meinung nach sollten Grundlagenkenntnisse über Internetverwaltung und -regulierung schon vorhanden sein. Genauso wie ein technisches Grundverständnis, sonst kann man den Vorlesungen und Diskussionen nicht sinnvoll folgen. Ausreichende Englischkenntnisse sind wichtig, weil die gesamte Veranstaltung auf Englisch stattfindet.

Blog: Dein Fazit?

Capacity Building (etwa „Vermittlung von Handlungskompetenzen und Wissen“) war ein Hauptziel der Veranstaltung. Ich muss sagen, das hat funktioniert! An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an die Veranstalter und Referenten. Ich bin sehr dankbar, dass ich als Vertreterin eines kleineren Unternehmens dabei sein durfte und fühle mich verpflichtet, meine Erkenntnisse weiter zu geben.

Gerade in einem so jungen Bereich wie dem Internet, der sich ständig weiter entwickelt und wo es noch viele ungeklärte Fragen gibt, kommt es auf den Austausch an. Ich hoffe, dass ich es schaffen werde, auch im Arbeitsalltag stärker an diesen Themen dran zu bleiben.

Das Gespräch führte Anette Schwitzke.

 

Die nächste EuroSSIG findet vom 22. – 28. Juli 2012 wieder in Meißen statt.

http://www.euro-ssig.eu/

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